Das vierte Jahrzehnt (1930–1939)

Im Jahr 1930 nimmt Ravel mit dem Orchestre Lamoureux seinen Boléro für die neue französische Tochter des Unternehmens auf – Société phonographique française Polydor S. A. Die Weltwirtschaftskrise lässt den Schallplattenverkauf einbrechen. 1932 fusioniert Deutsche Grammophon mit Polyphon und verlegt ihren Sitz zurück nach Hannover. 1937 wird die Deutsche Grammophon AG nach Jahren weiter sinkender Verkaufszahlen liquidiert und an ihrer Stelle die von der Deutschen Bank und der Telefunken Gesellschaft finanzierte Deutsche Grammo-phon GmbH gegründet. Trotz zunehmender Einschränkungen durch das Dritte Reich entstehen weiterhin bedeutende Aufnahmen. Im Dezember 1938 wird Herbert von Karajans erste Schallplatte veröffentlicht (die Ouvertüre zur Zauberflöte mit der Staatskapelle Berlin). Zu den anderen DG-Künstlern dieser Zeit gehören die Dirigenten Paul van Kempen, Carl Schu-richt und Victor de Sabata, die Pianistin Elly Ney, der Geiger Georg Kulenkampff sowie die Sänger Erna Berger, Tiana Lemnitz, Walther Ludwig und Julius Patzak.

Künstler, die in dieser Dekade hinzugekommen sind

  • Claudio Arrau
  • Erna Berger
  • Alexander Brailowsky
  • Willi Domgraf-Fassbaender
  • Dresdner Kreuzchor
  • Samuel Dushkin
  • Eduard Erdmann
  • Max Fiedler
  • Galimir String Quartet
  • Leopold Godowsky
  • Manfred Gurlitt
  • Robert Heger
  • Jascha Horenstein
  • Bronislaw Huberman
  • Adele Kern
  • Bruno Kittel / Bruno Kittel-Chor
  • Hans Knappertsbusch
  • Tiana Lemnitz
  • Enrico Mainardi
  • Pietro Mascagni
  • Alois Melichar
  • Elly Ney
  • Julius Patzak
  • Julius Prüwer
  • Maurice Ravel
  • Wilhelm Rode
  • Helge Roswaenge
  • Chorus of the Staatsoper, Berlin